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STADTTEXTE urbanoSALON #1

Urbanophil lädt ein zum ersten urbanoSALON, bei dem wir uns dem Begriff der „Dichte“ nähern möchten. Ausgangspunkt hierfür ist das Buch „Dichte. Eine transdisziplinäre Dekonstruktion.“ von Nikolai Roskamm, das er an diesem Abend in der Buchhandlung Pro QM präsentieren wird und das auf urbanophil bereits rezensiert wurde. Wir freuen uns zudem auf ergänzende Fachbeiträge von Stephan Günzel, Gabi Dolff-Bonekämper und Max Welch Guerra.

Immer dann, wenn über Stadt und Raum gesprochen wird, spielt der Begriff „Dichte“ eine zentrale Rolle – und bleibt dabei dennoch oft unterbestimmt.

Nikolai Roskamm untersucht, wie „Dichte“ in verschiedenen Disziplinen, sozialwissenschaftlichen Theorien und planerischen Leitbildern konstruiert und verwendet wird. Sein Grundlagentext macht Verbindungen zwischen stadtsoziologischen Ursprüngen, sozialpsychologischen Experimenten, klassischem Geodeterminismus, nationalsozialistischer Bevölkerungspolitik und städtebaulicher Planung deutlich und legt die Hintergründe und Auswirkungen dieser verschiedenen Positionen offen. Es entsteht ein kritischer und aufschlussreicher Text über die zentrale Kategorie in den Diskursen zu Stadt und Raum. (Quelle: Verlag)

Der urbanoSALON #1 findet statt am 05. Oktober 2011 um 20:30 Uhr in der Buchhandlung Pro QM. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

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4 Kommentare
  1. Wir erlauben uns zum Thema „Dichte“ auf diesen Essay aus dem Horizont unseres BürgerInitiativen-Netzwerks Bin-Berlin hinzuweisen, der versucht den Deutungsraum des Begriffes „Stadtentwicklung“ im Spannungsfeld der Ideenkonzepte „Gentrification“ und „Commons“ zu ermessen, ohne jene allerdings zu benennen : Ver-Dichtung und Wahrheit.
    http://marthashofblog.blogspot.com/2011/02/ver-dichtung-und-wahrheit-mauerpark.html

  2. Alle reden von Zersiedelung, viele beklagen sie. In der Schweiz wird jede Sekunde ein Quadratmeter Boden zugebaut. Allein zwischen 1951 und 2002 hat sich die Siedlungsfläche verdoppelt. Stärkster bremsender Faktor für die Zersiedelung wäre eine Erhöhung der Ausnützungsdichte. Soweit so einleuchtend. Aber was fällt Ihnen zum Begriff „dicht“ ein? Enge? wenig Platz? kein Durchkommen? Fahren Sie gerne in dicht besetzten öffentlichen Verkehrsmitteln? Würden Sie gerne in dicht besiedelten Räumen wohnen? Denken Sie, wenn Sie „städtisch verdichten“ lesen auch eher an zubetonieren, als an Lebensqualität? Zersiedelung mit Verdichtung bekämpfen, bedeutet so gesehen, das eine Übel durch ein noch viel schlimmeres anderes zu ersetzen.
    meinen ganzen Kommentar lesen Sie hier: http://www.projectconsult.ch/2011/03/23/endlich-aufhoren-von-dichte-zu-sprechen/

  3. Lieber Herr Imbach,

    vielen Dank für Ihren Kommentar, über den es diskutieren lohnt. Gerade da Sie so sehr dafür plädieren, nicht mehr über Dichte zu sprechen und damit selbst einen kleinen Beitrag zum Dichtediskurs leisten, möchte ich Ihnen das Buch von Nikolai Rosskamm wärmstens empfehlen!

  4. Dichte ist ein physikalischer Begriff. Dazu geschaffen, Zustände in unserer Umwelt wissenschaftlich korrekt und präzise zu beschreiben. Aber vollständig ungeeignet, um damit weite Kreise der Bevölkerung für städtebauliche Konzepte zu begeistern. Dazu müssen wir eine Sprache wählen, die Wissenschaft durch Emotionen ersetzt.
    Wo würden Sie lieber wohnen, in einem verdichteten oder in einem belebten Stadtteil?
    http://www.projectconsult.ch/2011/03/23/endlich-aufhoren-von-dichte-zu-sprechen/

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